Wie stecke ich mich an?

Die Krankheit wird über länger andauernden Körperkontakt übertragen. Wenn man beispielsweise mit einem Erkrankten im selben Bett schläft, ist die Ansteckungsgefahr sehr groß.

Bei der Krätze handelt es sich um eine ansteckende Infektionskrankheit, bei der der Körper des menschen, beziehungsweise die menschliche Haut mit Parasiten besiedelt wird. Die Parasiten können von Mensch zu Mensch weitergegeben und übertragen werden.

Ein längerer und direkter Hautkontakt führt zur Ansteckung

Bei direktem Hautkontakt mit infizierten Personen, besteht ein Risiko auf Ansteckung. Die Milben müssen dabei von einem Wirt zu anderen überwandern. Da sie sich nur sehr langsam bewegen,muss für die Übertragung ein längerer Hautkontakt bestehen. Dies ist zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr der Fall, weshalb die Krätze auch zu dem sexuell übertragbaren Krankheiten gezählt wird. Durch ein einmaliges Händeschütteln wird die Krätze also in der Regel nicht übertragen.

Eine Ansteckungsgefahr besteht beispielsweise beim Schlafen in einem gemeinsamen Bett, beim langen Umarmen von Erkranken, beim Kuscheln oder Schmusen. Wenn Eltern ihre Kleinkinder waschen oder anziehen, können sie sich hierbei auch mit der Krätze anstecken. Das Pflegen von älteren Erkrankten ohne Schutzkleidung führt oft zu einer Infektion mit der Krätze.

Ansteckung durch kontaminierte Gegenstände ist eher selten

Da die Milben bei Raumtemperatur bereits nach einigen Stunden absterben, ist eine Ansteckung durch kontaminierte Gegenstände eher unwahrscheinlich. Vorsicht ist aber trotzdem geboten! Von Erkrankten getragene Kleidung, benutzte Handtücher oder Bettwäsche sollte nicht ohne Schutzkleidung berührt werden. Auch durch das Sitzen auf Sofas oder Betten von Erkrankten kann die Krankheit übertragen werden. Erfahre hier, wie du deine Wohnung von den Krätzmilben befreien kannst. Das Desinfizieren von medizinischen Instrumenten, die mit an der Krätze erkranken Personen in Kontakt gekommen sind, ist zwingend notwendig.

Die Körperhygiene beeinflusst das Infektionsrisiko nur in geringem Maße

Es hat nahezu keinen Einfluss darauf, wie häufig oder gründlich sich ein Mensch wäscht, ob er sich mit der Krätze infizieren kann. Laut neusten Studien sinkt das Risiko einer Infektion durch hygienische Maßnahmen nicht. Die Milben graben sich in die Haut ein und sind weder beim Duschen noch beim ausgiebigen Baden abwaschbar.

Jedoch lässt sich ein starkes Ausbreiten der Milben durch gründliches Waschen einschränken. Je schlechter die Körperhygiene ist, desto mehr Milben lassen sich auf der Haut des Menschen nachweisen. Wenn nur wenige Symptome der Krankheit sichtbar sind und die Anzahl an Milben durch intensive Körperhygiene gering gehalten wird, spricht man von der gepflegten Krätze. Nur wenige Pusteln oder Rötungen sind auf der Haut sichtbar. Erkrankte sind aber dennoch ansteckend und sollten dringend einen Hautarzt aufsuchen, da die Milben ohne ärztliche Behandlung nicht verschwinden.

Besteht eine Meldepflicht?

In öffentlichen Einrichtungen, in denen viele Menschen zusammenkommen, besteht eine Meldepflicht für die Krätze. Beispielsweise in Altenheimen, Flüchtlingsunterkünften und Schulen muss die Krankheit gemeldet werden, um weitere Infektionen und ein Ausbreiten der Krankheit zu verhindern.

  • Tint-Test

  • Aufsichtsmikroskop

  • Kürettage

  • Klebeband-Test / Tesafilm-Test